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Gotteswort

13. Oktober 2017


Freitag der 27. Woche im Jahreskreis

Gott wird gegenwärtig in unserer Welt, und sein Wirken bringt uns Heil und Segen. Dies ist der Hintergrund von Lesung und Evangelium. Aber Gott kommt anders, als wir es uns vorstellen möchten. Er wird uns erschrecken und herausfordern, nicht einschläfern (Joël). In Jesus kommt Gott als Heiland. Aber sein Wirken provoziert eine Auseinandersetzung, denn manche wollen ihre Ansichten nicht aufgeben. Sie versuchen eher den Spiess umzudrehen.

Kyrie

Christus, mit dir kommt das Reich Gottes. Herr, erbarme dich.
Du hast die Macht des Bösen besiegt. Christus, erbarme dich.
Du sammelst uns und führst uns zur Einheit. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, in der Menschwerdung deines Sohnes hat alles menschliche Streben nach dir seinen Ursprung und kommt darin zur Vollendung. Lass uns zu Christus gehören, in dem das Heil aller Menschen begründet ist, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Joël 1,13–15; 2,1–2

Bussfeier – Tag des Herrn

Legt Trauer an und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer bleiben dem Haus eures Gottes versagt. Ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn: Weh, was für ein Tag! Denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen.

Auf dem Zion stosst in das Horn, schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; denn es kommt der Tag des Herrn, ja, er ist nahe, der Tag des Dunkels und der Finsternis, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, kommt ein Volk, gross und gewaltig, wie es vor ihm noch nie eines gab und nach ihm keines mehr geben wird bis zu den fernsten Geschlechtern.

Aufruf zur Bekehrung

Veranlasst durch eine schwere Heuschreckenplage ruft Joël zu einem Bussgottesdienst auf, bei dem die Priester mit dem guten Beispiel vorangehen sollen. Angesichts der Katastrophe kündet Joël eine gottgewirkte Wende an, den „Tag des Herrn“, an dem alles anders wird, nicht ohne ein grosses Strafgericht. – Für Christen beginnt der „Tag des Herrn“ mit Tod und Auferstehung Christi und wird in der Aussendung des Heiligen Geistes weiter geführt. – An Pfingsten lesen die Christen ein Wort Joëls über die Aussendung des Geistes.

Antwortspalm

Psalm 9,2–3.6.16.8-9


R: Der Herr richtet den Erdkreis gerecht.


Ich will dir danken, Herr, aus ganzem Herzen,
verkünden will ich all deine Wunder.
Ich will jauchzen und an dir mich freuen,
für dich, du Höchster, will ich singen und spielen.

Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet,
ihren Namen gelöscht für immer und ewig.
Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben;
im Netz, das sie heimlich gelegt,
hat ihr Fuss sich verfangen.

Der Herr aber thront für ewig;
er stellt seinen Thron auf zum Gericht.
Er richtet den Erdkreis gerecht,
er spricht den Völkern das Urteil, das sie verdienen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinaus geworfen, und wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,14–26

Verteidigungsrede Jesu – Von der Rückkehr der unreinen Geister

Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

Sieg über die Macht des Bösen

Mit Jesus ist der Satan besiegt; die Macht des Ungeistes ist grundsätzlich gebrochen, auch wenn sie noch nachwirkt. Die Menschen dürfen sich freuen über diese Befreiung. Stattdessen diskutieren sie darüber, ob alles mit rechten Dingen zugehe. Jesus warnt: Wenn man sich nicht an ihn hält, können die letzten Dinge schlimmer sein als der ersten.

Fürbitten

Christus, du sammelst die Menschen zur Einheit:

  • Führe die christlichen Konfessionen zur Einheit in der Wahrheit, die du selber bist.
  • Bewahre die Völker vor Krieg, Terror und Naturkatastrophen.
  • Erfülle ängstliche Menschen mit Vertrauen in Gottes Vorsehung.
  • Gib, dass wir der Liebe zu dir nichts vorziehen.

Gott, du hast uns in deinen Dienst genommen. Schenke uns in Gnaden, was dir wohlgefällt. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gott und Vater, du reichst uns das Brot des Lebens und den Kelch der Freude. Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes, der im Sakrament unsere Speise geworden ist. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.