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Gotteswort

14. Oktober 2017


Samstag der 27. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen nennen Prioritäten: der „Tag des Herrn“; das „Wort des Herrn“. Was bedeuten diese Inhalte für uns? Welche Prioritäten gelten in unserem Leben?

Hl. Kallistus I. (g)

Papst, Märtyrer

Kallistus I., Papst (217–222), kam aus dem Sklavenstand und erwarb sich als Diakon besondere Verdienste um die Katakomben. Als Papst stiess er auf Widerstand wegen seiner Herkunft, wegen seiner massvollen Bussdisziplin und weil er Ehen zwischen vornehmen Frauen und Sklaven anerkannte. Er wurde in Trastevere beigesetzt.

Kyrie

Christus, Sohn des ewigen Vaters. Herr, erbarme dich.
Gottes Wort für uns. Christus, erbarme dich.
Sohn der Jungfrau Maria. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Joël 4,12–21

Das Gericht über die Völker

Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum. Schwingt die Sichel, denn die Ernte ist reif. Kommt, tretet die Kelter, denn sie ist voll, die Tröge fliessen über. Denn ihre Bosheit ist gross. Getöse und Getümmel herrscht im Tal der Entscheidung; denn der Tag des Herrn ist nahe im Tal der Entscheidung. Sonne und Mond verfinstern sich, die Sterne halten ihr Licht zurück. Der Herr brüllt vom Zion her, aus Jerusalem dröhnt seine Stimme, sodass Himmel und Erde erbeben. Doch für sein Volk ist der Herr eine Zuflucht, er ist eine Burg für Israels Söhne. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin und dass ich auf dem Zion wohne, meinem heiligen Berg. Jerusalem wird heilig sein, Fremde werden nie mehr hindurch ziehen. An jenem Tag triefen die Berge von Wein, die Hügel fliessen über von Milch und in allen Bächen Judas strömt Wasser. Eine Quelle entspringt im Haus des Herrn und tränkt das Schittim–Tal. Ägypten wird zur Wüste, Edom wird zur verödeten Steppe, wegen der Gewalttat an Judas Söhnen, in deren Land sie unschuldiges Blut vergossen. Juda aber bleibt für immer bewohnt und Jerusalem besteht von Geschlecht zu Geschlecht, [ich erkläre ihr Blut für unschuldig, das ich vorher nicht für unschuldig erklärte,] und der Herr wohnt auf dem Zion.

Tag des Herrn

Joël spricht immer wieder vom kommenden grossen „Tag des Herrn“. Der Prophet dachte an einen Tag der Rache, die Gott an den Heidenvölkern nehmen werde, beim Gericht im Tal Joschafat (ein symbolischer Ort: „Jahwe richtet“). Joël dachte an Naturkatastrophen über Bedrückervölkern, während er für Israel Wein, Milch und Wasser voraussah (das „Schittim“–Tal ist das untere Kidrontal bei Jerusalem). – Es hat viel gebraucht und braucht viel, bis die Christen den „Tag des Herrn“ als den Tag des Leidens, Sterbens und Auferstehens Jesu Christi verstehen.

Antwortspalm

Psalm 97, 1–2.5-6.11–12


R: Ihr Gerechten, freut euch am Herrn!


Der Herr ist König. Die Erde frohlocke.
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht
sind die Stützen seines Throns.

Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn,
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.

Ein Licht erstrahlt den Gerechten
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Ihr Gerechten, freut euch am Herrn
und lobt seinen heiligen Namen!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,27–28

Zweierlei Seligpreisungen

Als Jesus das sagte, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat. Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

Wort des Herrn

Im Orient beschimpft man einen Gegner, indem man seine Mutter verhöhnt, zum Beispiel mit dem Ausdruck „Hurensohn“. Umgekehrt ehrt man jemand, wenn man seine Mutter preist. So preist hier eine Frau die Mutter Jesu, um ihn selbst zu ehren. Jesus weitet dieses Lob auf alle aus, die Gottes Wort hören und befolgen. Maria wurde die vorzügliche Schülerin Jesu.

Fürbitten

Christus, du hast selig gepriesen, die Gottes Wort hören und befolgen:

  • Stärke mit der Kraft des Heiligen Geistes alle, die dein Wort hören.
  • Weise den Völkern im Nahen Osten den Weg zu Frieden und Gerechtigkeit.
  • Lass alleinstehende Menschen die Freundschaft und das Wohlwollen ihrer Nächsten erleben.
  • Wecke unter uns selber den guten Eifer für deine Botschaft.

Gott, unser Vater, mit der Fürsprache Marias bitten wir: Erfülle die Herzen deiner Gläubigen mit dem Licht und der Kraft des Heiligen Geistes. Durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria hast du uns mit dem Brot des Himmels gestärkt, Lass uns einst mit Maria und allen Heiligen teilnehmen am Mahl des ewigen Lebens. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.