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Gotteswort

18. Oktober 2017


Hl. Lukas (F)

Evangelist

Lukas ist der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Er kannte das Evangelium des Markus und eine Sammlung von Jesusworten, wollte aber selber „allem von Grund auf nachgehen“ (Lk 1,3). Er schreibt für gebildete Heidenchristen. bei ihm finden sich als Sondergut besonders Gleichnisse von der Güte Gottes sowie urchristliche Hymnen. Lukas stand in Verbindung mit Paulus und hat ihn zeitweise begleitet.

Für den Tag des heiligen Lukas wurde ein Briefabschnitt gewählt, der Lukas direkt erwähnt, und ein Evangelienabschnitt über die Aussendung der Jünger zur Verkündigung.

Kyrie

Christus, du bist der Herr der Ernte. Herr, erbarme dich.
Du sendest Arbeiter in die Ernte. Christus erbarme dich.
Du schickst Boten des Friedens. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, du hast den Evangelisten Lukas auserwählt, in Wort und Schrift das Geheimnis deiner Liebe zu den Armen zu verkünden. Gib, dass alle, die sich Christen nennen, ein Herz und eine Seele sind, und lass alle Völker der Erde das Heil schauen, das du ihnen bereitet hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Tim 4,10–17b

Persönliche Mitteilungen

Demas hat mich aus Liebe zu dieser Welt verlassen und ist nach Thessalonich gegangen; Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist noch bei mir. Bring Markus mit, denn er wird mir ein guter Helfer sein. Tychikus habe ich nach Ephesus geschickt. Wenn du kommst, bring den Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus gelassen habe, auch die Bücher, vor allem die Pergamente. Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr wird ihm vergelten, wie es seine Taten verdienen. Nimm auch du dich vor ihm in Acht, denn er hat unsere Lehre heftig bekämpft. Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden. Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.

Nicht kapitulieren!

Paulus musste seinen letzten Prozess allein durchstehen. Nur Lukas, der Arzt, ist noch bei ihm. Doch Paulus gibt nicht auf. Erstens hat er anderswo Mitarbeiter. Zweitens gibt ihm gerade der Prozess die Gelegenheit, den Richtern und dem Publikum das Evangelium zu verkünden. Drittens und vor allem: Er darf auf den Beistand Jesu, des Herrn, zählen.

Antwortspalm

Psalm 145,10–13b.17–18


R: Herr, deine Heiligen sollen deine machtvollen Taten verkünden.


Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen künden deine machtvollen Taten
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Herr hat mich gesandt, den Armen die Frohbotschaft zu verkünden. Halleluja.

Evangelium

Lk 10,1–9

Die Aussendung der Jünger

Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüsst niemand unterwegs!

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!

Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Die Aussendung der Jünger

Jesus schickt siebzig weitere Jünger aus. Diese Zahl entspricht der Zahl der Völker einer Völkerliste im Buch Genesis, hat also symbolische Bedeutung. Als Zeugen werden sie zu zweit für ein sehr grosses Arbeitsfeld bestellt und ausgesandt (um das Jahr 70 weiss Lukas, wie weltweit die Mission ist). Sie sollen mittellos ausziehen und sich nicht durch Grüssen und Schwätzen aufhalten lassen. Bei der Hausmission sollen sie unbedenklich die Gastfreundschaft von Friedensmenschen annehmen (10,5–7). Bei der Stadtmission (10,8–9) sollen sie die Gastfreundschaft annehmen, keine Ansprüche stellen und nicht von Haus zu Haus ziehen. Sie sollen die Kranken heilen und das Reich Gottes verkünden.

Fürbitten

Christus, du hast Boten der Frohbotschaft ausgesandt. Wir bitten dich:

  • Für die Kirche: Sende Arbeiter in deine Ernte
  • Für die Boten des Evangeliums: Hilf ihnen, die Güte und Menschenliebe Gottes zu verkünden.
  • Für die Armen und Bedrückten: Schicke ihnen gute Menschen, die ihnen beistehen.
  • Für uns selber: Lass deinen Frieden in unsern Häusern wohnen.

Christus, unser Heiland und Erlöser. Der heilige Lukas ist der Evangelist der Güte Gottes. Erneuere auf seine Fürsprache Glauben und Vertrauen der Menschen. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, das Brot des Lebens, das wir von deinem Altar empfangen haben, heilige uns. Es festige uns im Glauben an die Frohe Botschaft, die der heilige Lukas verkündet hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.